Ab wann spricht man von Wandern, ob wann von Hiking und ab wann überhaupt von Trekking. Und worin liegen die Unterschiede zum Campen?

Und was bitteschön ist mit Survival und Bushcraft gemeint?

Viele Begriffe, die im ersten Moment zwar etwas Verwirrung stiften können, aber im Grunde leicht auseinander zu halten sind. Versprochen.

Wandern & Hiking

Die Begriffe Wandern und Hiking beschreiben das gleiche und stehen für (kurzgehaltene) Tagestouren.

Tagestouren dauern, wie der Name bereits vermuten lässt, nicht länger als einen Tag. Man geht lediglich für mehrere Stunden, meist zwischen vier und acht Stunden einen Pfad entlang.

Übernachtungen sind nicht vorgesehen. Selbiges gilt ebenso für die Nahrungszubereitung. Ernähren tut man sich während der Wanderung i.d.R. von belegten Stullen oder Energieriegeln.

Empfehlung: Tagesrucksack mit einem Volumen zwischen 20 und 30 Liter.

Trekking

Sobald man übernachtet, also die Touren mehr als einen Tag dauern, spricht man von Trekking.

Wo genau dabei übernachtet wird spielt keine Rolle. Übernachtet werden kann entweder im Zelt, einer Hütte oder auch einer Pension.

Empfehlung: Rücksäcke für mehrtägige Touren sollten mit einem Fassungsvermögen von mehr als 35 Liter daherkommen.

Campen

Wohnt bzw. übernachtet man für einen bestimmten, zumeist kurzen Zeitraum in einem Zelt oder Wohnwagen, so spricht man von Campen.

Wild Campen steht für Campen in der Wildnis, damit gemeint sind touristisch nicht erschlossene Plätze, wie zum Beispiel im Wald.

Bushcraft

Bushcraft, ein aus den USA stammendes Kunstwort, steht für das Handwerk in der freien Wildnis zu überleben.

  • Bush = Wildnis
  • Craft = Handwerk, Kunst

Das tragen von Ausrüstung (Axt, Messer, Säge, Feuersthal, etc.) ist bei Bushcraft völlig legitim.

Survival

Survival steht für das „nackte“ Überleben in der Wildnis.

Die Betonung liegt auf nackt. Denn im Gegensatz zum Bushcraft verbringt man beim Survival mehrere Tage in der freien Natur ohne Ausrüstung.

Beim Survival muss man also ohne Axt, Messer, Feuerstahl etc. auskommen. Benötigt man beispielsweise einen Schlafplatz, muss man diesen nur mit den eigenen Händen selbst aus Gehölz bauen.

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