Mückenspray Test 2016: Die Testsieger

Mückenspray – eines der Dinge, welche bei Reisen in tropischere/ südlichere Gefilden sowie längeren Aufenthalten in Nähe von stehenden Gewässern unbedingt ins Gepäck muss.

Es gibt fast nichts nervigeres, als morgens aufzustehen und übersät mit Mückenstichen zu sein. Damit das nicht passiert, sollte man sich ausreichend vor den kleinen Plagegeistern schützen.

Moskitonetzte schützen effektiv einen Bereich, meist den Schlafplatz vor Mücken und anderen Insekten. Mückensprays hingegen sind flexibler in der Anwendung.

Doch nicht jedes Mückenspray hält was es verspricht.

Welches Mückenspray mehr und welches weniger geeignet ist, zeige ich Dir in meinem Mückenspray Test 2016 auf.

Wirkmechanismus: So funktionieren Mückensprays

Die in den Mückensprays enthaltenen Wirkstoffe gehören zur Gruppe der Repellentien.

Repellentien sind Wirkstoffe, die auf Körper, Kleidung oder andere Gegenstände angebracht, anschließend über den Geruchssinn von einem Organismus wahrgenommen werden und so zu einer Abschreckung führen.

Schädlinge werden ferngehalten, kommen aber nicht zu Schaden.

Wie genau ein Repellent wirkt, ist zwar noch nicht vollständig geklärt. Fest jedoch steht, dass die Wirkstoffe einen dünnen, schützenden Duftmantel auf die auftragende Stelle legen – meist handelt es sich bei der Stelle um die Haut.

Entweder vertreibt der Geruch des Wirkstoffs die Insekten direkt, da dieser von den kleinen Plagegeistern als unangenehm bis hin zu abstoßen empfunden wird. Oder aber, der Wirkstoff führt zu einer Blockade der Duftrezeptoren. Die Folge: Insekten können die vom Menschen verströmten Gerüche, wie zum Beispiel die Milchsäure im Schweiß schlechter bzw. gar nicht wahrnehmen und sehen somit keinen Bedarf zuzustechen.

Die Wirksamkeit der Repellentien hängt von der genauen Zusammensetzung, von der Dosis, dem individuellen Ausmaß des Körpergeruchs und der Art der Insekten ab.

Unterscheidung: Wirkstoffe

Die Inhalts- bzw. Wirkstoffe bestimmen, wie stark der Schutz ist, wie lange dieser anhält und wie aggressiv das Mückenspray für die Haut ist.

DEET

Der wirkungsvollste Schutz hört auf den Namen Diethyltoluamid (DEET). DEET schützt effektiv vor verschiedenen Insekten und ist zur Malariaprophylaxe im Einsatz. Jedoch kann DEET Allergien und Hautreizungen hervorrufen. Aus diesem Grund sollten schwangere Frauen und Kinder unter 12 Jahren Abstand von Mückensprays mit dem Wirkstoff DEET nehmen.

Ebenso greift der DEET Kunststoffe, Kunstfasern und Leder an.

DEET wird synthetisch hergestellt.

Schützt vor: Bremsen, Fliegen, Flöhe, Milben, Läuse, (Stech)-Mücken und Zecken

Icaridin

Icaridin ist ähnlich, wenn nicht ganz so wirkungsvoll gegen Mücken- und Insektenstiche wie DEET. Ebenso wird Icaridin zur Malariaprophylaxe eingesetzt.

Für Icaridin spricht, dass der Wirkstoff weniger Aggressiv ist. Sowohl ist der Wirkstoff für die Haut besser verträglich, als auch greift Icaridin keine Kunststoffe oder andere Materialien an.

Icaridin ist ein synthetisches Erzeugnis.

Schützt vor: Bremsen, Fliegen, (Stech)-Mücken, Zecken

PMD

PMD (p-Menthan-3,8-diol) auch bekannt unter dem Namen Citriodiol ist ein natürlicher, aus den Blättern des Zitroneneukalyptus gewonnener Wirkstoff. Jedoch kann Citriodiol auch synthetisch hergestellt werden. PMD ist eines, wenn nicht sogar das wirksamste natürliche Mittel gegen Insekten- und Mückenstichen.

Ätherische Öle

Spezielle ätherische Öle (Bergamotte-, Nelken-, Teebaum- und Zitronenöl) schützen ebenso vor unliebsamen Mücken- und Insektenstichen. Jedoch können ätherische Öle in ihrer Wirksamkeit und Wirkdauer nicht mit synthetisch hergestellten Wirkstoffen mithalten.

Anwendung

Mückensprays werden in verschiedenen Ausführungen angeboten:

  • Aerosole und Sprays – lassen sich gut auf der Haut auftragen, auch an schwer zugänglichen Stellen.
  • Cremes, Lotion und Gels – lassen sich leichtgleichmäßig über eine größere Fläche verteilen. Gefahr, dass die mit den Wirkstoffen bedeckten Hände in Kontakt mit den Augen oder Schleimhäuten kommen.
  • Mückenbänder und -streifen – bieten keinen flächendeckenden Schutz, sondern halten die kleinen Säuglinge nur unmittelbar dort fern, wo das Band angebracht ist.

Auf alle offenen, von der Kleidung nicht bedeckten Stellen ist Mückenspray aufzutragen. Nur so kann ein flächendeckender Schutz gewährleistet werden. Auszunehmen sind Partien rund um die Augen und den Mund sowie entzündete Hautstellen und Wunden.

Die Wirkstoffe im Mückenschutz können Augen- und Schleimhautrei­zungen hervorrufen. Daher sollten die Mittel nicht über Wochen hinweg jeden Tag aufgetragen werden.

Dosierung

Gemäß der Gebrauchsinformation, alle paar Stunden neu auftragen.

Grundsätzlich sind die meisten Mückenmittel wasserlöslich und sind daher nach dem Duschen/ Baden oder nach starkem Schwitzen neu aufzutragen.

Weitere Maßnahmen: Mückenstiche vorbeugen

Stechmücken sind nur nervig, sondern auch Überträger von einer Vielzahl von Krankheiten (Dengue-Fieber, Malaria, etc.). Um das Risiko möglichst gering zu halten, sind weitere Maßnahmen zu ergreifen:

  • Schlafplatz mit Moskitonetz schützen
  • Tragen von mit Insektenschutzmittel imprägnierter Kleidung
  • Ausbringen von „harmlosen“ Insektiziden (Verdampfer, Räucherspiralen)
  • Wohnung mückenfrei halten (fein­maschige Fliegengitter)

Mückenspray Test

Mehrere Mückenmittel bereits in Anwendung gehabt, möchte ich Dir in meinem Mückenspray Test einen Vergleich der besten Mittel geben.

Copyright (Titelbild) – © PeterO / Fotolia

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