Wanderstöcke Test 2016: Die Testsieger

Wanderstöcke (auch: Trekkingstöcke, Nordic-Walking-Stöcke, Wanderstab) geben halt, entlasten die Gelenke  und schützen den Wanderer so vor stürzen.

Früher müde belächelt, haben sich Trekkingstöcke zu einem festen Bestandteil einer Ausrüstung fast jeden Wanderer gemausert.

Welche Wanderstöcke mehr und welche weniger geeignet sind, zeige ich Dir in meinem Wanderstock Test 2016 / Trekkingstock Test 2016 auf.

Beschaffenheit

Wanderstöcke wirken unterstützend beim Wandern, Nordic Walking und Trekking. Und um diese Funktion erfüllen zu können, wurden Trekkingstöcke seit ihrem Bestehen perfekt auf diese Erfordernisse angepasst.

In der ursprünglichen Ausführung ein gerader Stock, der vor allem Ältere bei längeren Wegen unterstützen sollte. Haben Wanderstöcke eine Vielzahl an technischen Neuerungen durchlaufen.

Griff

Der Griff bildet das obere Ende eines Stocks und ist ergonomisch geformt. Bestehen tun die Griffe zu gewöhnlich entweder aus Kork, Kunststoff oder EVA-Schaumstoff.

Eine oberhalb des Griffs angebrachte Schleife bewahrt davor, dass der Stock aus der Hand gleitet.

Außerdem verfügen die meisten Modelle über eine verlängerte Griffmanschette im unteren Bereich des Griffs. Womit ein zügiges tiefgreifen beim Aufstieg ermöglicht wird.

Verwendete Materialien:

  • Kunststoff – Für Kunststoffgriffe spricht, dass diese äußerst günstig und langlebig sind. Doch dafür bringen Kunststoffgriffe mehr auf die Waage und fördern die Bildung von Blasen und Schweiß. Aus diesen Gründen eignen sich Griffe aus Kunststoff eher für kurze Touren.
  • Kork – Griffe aus Kork stellen die naturnahe Variante dar. Ein angenehmes Griffgefühl und die reduzierte Schweißbildung sprechen für Korkgriffe. Leider werden Korkgriffe mit der Zeit „speckig“.
  • EVA-Schaumstoff – Griff aus EVA-Schaumstoff sind leicht, beständig und wiederstandfähig. Jedoch ist das Griffgefühl nicht so toll wie bei Korkgriffen.

Stange

Das Rohr bzw. die Röhre sind das Herzstück eines Wanderstocks. Zwar sind die meisten Modelle aufgrund der besseren Tragbarkeit höhenverstellbar (Teleskopstöcke). Jedoch existieren immer noch Ausführungen, bei denen sich die Stange nicht zusammenschieben (Fixlängenstöcke) lässt.

Bestehen tun die Rohre aus den Leichtmetallen Aluminium oder Carbon (Kohlenstofffasern).

  • Aluminium – Aluminium ist um einiges günstiger und stabiler, d.h. es bricht nicht arg so schnell, wie es etwa bei Carbon der Fall ist. Doch dafür ist Aluminium schwerer und verbiegt sich bei seitlichen Kickbewegungen schneller.
  • Carbon – Der Kohlenfaserstoff Carbon bringt kaum etwas auf die Waage und verbiegt sich nicht. Doch dafür ist Carbon teurer, anfälliger für Kratzer und Brüche.

Weitere Unterschiede ergeben sich bei den Teleskopstöcken aufgrund des Klemmsystems, also wie genau die der Wanderstock höhenverstellt wird. Außerdem wie viele einzelne Segmente, also Rohre enthalten sind. Die meisten Modelle sind mit drei Rohren ausgestattet, die ein- und ausgefahren werden können.

Unterschieden werden können zwei Typen von Klemmsystemen:

  • Drehmechanismus – Drehverschlüsse sind kompakter, leichter und weniger sperrig. Doch dafür ehrliegen Verschlüsse mit Drehmechanismus einem höheren Verschleiß und damit Materialermüdung. Auch sind solche Verschlüsse mit angezogenen Handschuhen nur schwer verstellbar.
  • Klemmverschluss – Wanderstöcke mit Aussenklemmsystem sind schwerer und sperriger als mit einem Drehmechanismus. Doch dafür ergeben sich Vorteile in der Handhabung, Haltekraft und dem Verschleiß.

Spitze

Die Spitze bildet das untere Ende des Trekkingstocks und ist für den Halt verantwortlich. Oberhalb der Spitze befindet sich                bei vielen, wenn nicht allen Modellen ein sogenannter Teller aus Gummi. Der Teller soll verhindern, dass der Wanderstock zu tief in Risse, ins Erd- oder Schneereich gleitet.

Unterschieden werden die Trekking- von den Schneetellern.

  • Trekkingteller: kleiner, nicht mit Löchern versehen und der Rand enthält Zähne, mit denen ein drehen des Stocks verhindert werden soll.
  • Schneeteller: größer, mit Löchern versehen und verfügt über keine Zähne.

Die eigentliche Spitze besteht aus Hartmetall und wird mittels Halteelement in den Stock eingesetzt. Unterschieden werden kann die Ringkronen- von der Bohrkronenform.

Da sich die Hartmetallspitze bei asphaltierten Wegen zu stark abnutzt, existieren aufsetzbare Gummidämpfer.

  • Gelände: Hartmetallspitze
  • Asphaltierte Wege: Gummidämpfer

Federung

Einige Wanderstöcke sind mit einem Dämpfungssystem (Schock-Protektion) ausgestattet. Die Armgelenke werden aufgrund des schockabsorbierenden Effekts entlastet und bieten Schutz gegen Verletzungen. Doch auch Schultern und Ellenbogen werden geschont.

Funktionieren tut das Dämpfungssystem mit (Sprung-) Federn, die zwischen Griff und Stange angebracht sind.

Vor- und Nachteile

Zwar bieten Stöcke beim Wandern, Trekking oder Bergsteigen Vor-, aber auch Nachteile mit sich.

Vorteile

  • Gleichmäßige Belastung der Arme und Beine
  • Entlastung der Gelenke, insbesondere der Knie
  • Bieten Halt und verringern somit die Gefahr einer Verletzung
  • Ältere Menschen wird die Chance eröffnet, auch längere Strecken zu bewältigen

Nachteile

  • Bei einem Sturz kann es zu einem Bruch des Handgelenks kommen, indem sich die Hand aufgrund der Schlaufe mit dem Griff verkantet
  • Bei ständiger Benutzung von Wanderstöcken leiden mit der Zeit die Trittsicherheit und das Gleichgewichtsgefühl

Berechnung der optimalen Stocklänge

Damit Trekkingstöcke sicher Halt geben und die Gelenke schonen, muss die Länge der Stöcke richtig zur Körpergröße sein.

Als Faustregel gilt: Körpergröße in Zentimeter (cm) x 0,68 = die richtige Stocklänge

Beispielrechnung: 176 cm x 0,68 = 120 cm

Wanderstöcke kaufen – das gilt es zu beachten!

Du möchtest Dir Wanderstöcke kaufen? Weist aber nicht was es zu beachten gilt? Kein Problem!

Materialien

Die einzelnen Bestandteile der Trekkingstöcke können aus unterschiedlichen Materialien bestehen. Alle Materialien verfügen über ihre eigenen spezifischen Eigenschaften.

Es liegt an Dir, die für Deine Bedürfnisse richtigen Materialen zu bestimmen.

Maße & Gewicht

Gerade dann, wenn man länger unterwegs ist spielen die Maße und das Gewicht eine wichtige Rolle. Bei mehrtägigen Touren empfehlen sich daher höhenverstellbare Teleskopstöcke. Außerdem wiegen Wanderstöcke aus Carbon wesentlich weniger, als welche aus Aluminium.

Jedoch verschleißen Teleskopstöcken schneller als nicht höhenverstellbare Stöcke.

Zubehör

Weitere Unterschiede ergeben sich bezüglich der Schleifen und  dem nicht oder Vorhandensein einer Federung.

Wessen Budget klein ist, sollte Augenmerk darauf legen, ob die Trekkingstöcke mit oder ohne zusätzliche Gummiaufsätze angeboten werden.

Wanderstöcke Test

Zig verschiedene Wanderstöcke unter zum Teil schwierigen Bedingungen mit auf Touren gehabt, möchte ich Dir in meinem Wanderstöcke Test / Trekkingstöcke Test einen Vergleich der besten Wanderhilfen geben.

Tipp: Ist man öfters mit Wanderstöcken unterwegs, sollte man beim Kauf von Berg- oder Wanderrucksäcken darauf achten, dass spezielle Befestigungsschlaufen für die Stöcke angebracht sind.
Copyright (Titelbild) – © baranq / Fotolia

Empfehlung: Outdoor-Shops




Nichts verpassen!

blogwolke.de - Das Blog-Verzeichnis